20. Juli 2012

Baden-Württemberg: Fürs Handwerk war 2011 ein Superjahr

Die Handwerker in Baden-Württemberg Land schauen positiv in die Zukunft. Dazu haben sie auch allen Grund: Die Nachfrage nach handwerklichen Leistungen bewegt sich auf einem hohen Niveau. Treibende Kräfte sind die Baunachfrage, gewerbliche Aufträge und der private Konsum. „Die letzten Jahre waren gut, 2011 war sogar ein Superjahr mit exzellenten Ergebnissen“, zeigte sich Landeshandwerkspräsident Joachim Möhrle mit der konjunkturellen Entwicklung zufrieden.

Der Baden-Württembergische Handwerkstag (BWHT) warnte allerdings in seiner Jahrespressekonferenz davor, von dieser aktuell positiven Entwicklung einen Automatismus abzuleiten. Eine Reihe von Faktoren wie der Nachwuchsmangel, die Folgen der Energiewende und die Schuldenkrise im Euro-Raum sei nur schwer kalkulierbar.

So erfreulich sich die konjunkturelle Situation der Handwerker derzeit auch darstelle, erklärte Möhrle, so führe doch kein Weg an der Erkenntnis vorbei, dass schon heute der fehlende Nachwuchs und in der Folge fehlende Gesellen, Meister und Übernehmer für viele Betriebe eine existenzielle Bedrohung darstelle. Im Jahr 2011 wurden trotz rückläufiger Schülerzahlen und starker Konkurrenz durch die Industrie 21.069 neue Ausbildungsverträge geschlossen. Das sind zwar 1,3 Prozent mehr als im Vorjahr, dennoch blieben 2011 wieder tausende Lehrstellen unbesetzt.