Totalschaden vermeiden

Sanierungswürdige alte Wohnbauten finden sich noch vielfach in alten Wohnvierteln. Foto: Baumit

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Außenwände sind neben der tragenden Funktion als Schutz der Gebäude vor Wind und Wetter konzipiert. Und sie sollen in den Innenräumen ein trockenes und gesundes Wohnklima garantieren. Besonders Schäden durch Feuchtigkeit beeinträchtigen ihre Funktion. Der Beitrag zeigt Wege zur schadensfreien Fassade auf. 

 
Trotz langer Bauerfahrung zeigt sich, dass es aufgrund vielfältiger Umstände zu Langzeitschäden bei der Außenhaut von Fassaden führen kann. Sei es der Baugrund oder der sich ändernde Grundwasserspiegel, sprich vor allem Feuchtigkeit. Dabei spielt es keine Rolle, ob es sich um ein monolitisch gebautes Gebäude oder um ein Objekt mit einem Wärmedämm-Verbundsystem (WDVS) handelt. Unterschätzt wird dabei häufig die relative Luftfeuchtigkeit von durchschnittlich 80 Prozent in unseren Breitengraden. Bei verputzten Fassaden geht man von einer langen Lebensdauer aus; der fortlaufende Unterhalt und die Pflege dieser Flächen dürfen trotzdem nicht vernachlässigt werden. Augenscheinlich kaum sichtbare Risse oder Konstruktionsmängel in der Gebäudeaußenhaut sind meist die Ursachen, die aus einer ursprünglich wasserabweisenden Schicht eine wasseraufnehmende Schicht werden lassen (Bilder 2 + 3).
 
2 Typische baugrundbedingte Risse zeichnen sich in dieser Putzschale ab. Foto: Baumit 3 Feuchte- und Frostschäden an einer stark bewitterten ­Gebäudeaußenecke. Foto: Baumit

Erste Indizien für Schäden

Außenputzsysteme haben primär die Aufgabe, Wandkonstruktionen vor eindringendem Wasser und Feuchtigkeit zu schützen. Dazu werden Außenputzmörtel einerseits mit wasserabweisenden Eigenschaften verbaut, andererseits besteht die Möglichkeit, durch wasserabweisende Fassadenanstriche verschiedener Bindemittel und Funktionsweisen diese Schutzfunktion herzustellen. Darüber hinaus sollen Oberputze als sichtbare Oberfläche natürlich auch dekorativ sein. An Fenster- und Fenstertürbereichen mit allen Anschlussdetails sowie an Rollladenkästen und Be- und Entlüftungsrohrdurchführungen zeigen sich aufgrund von Dampfdiffusion und Konvektion oft die ersten Unzulänglichkeiten. Feuchteflecken auf der Fassade nach Starkregenfällen sind das sichtbare Indiz für mehr oder weniger stark eindringendes Wasser. Nach Stark- und Schlagregen sind vorgeschädigte Fassaden oberflächlich feucht. Übersteigt die Menge des eingedrungenen Regenwassers die Verdunstungsmenge der Fassadenoberfläche, nimmt die Außenwandkon­struktionsfeuchte in Masse prozentual zu, was zu einer Verschlechterung der wärmedämmenden Wirkung führt.
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