01. Januar 2016

Akustisch wirksam

Ciling_Badeparadies-1 Ausbau und Fassade - Akustisch wirksam

Das »Badeparadies Schwarzwald« besteht aus einer gigantischen Stahlkonstruktion. Diese wurde mit einer schnellen, sauberen und vor allem ­optisch ansprechenden Deckenverkleidung gestaltet, die zu ­einer Verbesserung der Raumakustik führte.

Kurzurlaube werden immer beliebter —die Menschen gönnen sich immer häufiger kleine Auszeiten, um zu entspannen und durchzuatmen. Im »Badeparadies Schwarzwald« in Titisee-Neustadt kann der Gast inmitten seines Alltags seine Urlaubsträume ausleben. 9500 Quadratmeter Gesamtfläche, 180 Südseepalmen, 18 Hightech-Rutschen, zwei Poolbars, ein Wellenbad und ein 25-Meter-Sportbecken bieten ihm ein ­Erlebnis- und Wellnessbad, das es in ­einer derartigen Größenordnung in der Region bislang noch nicht gab.
Die insgesamt 1600 Quadratmeter Spanndeckenfolie machten die ansprechende und wirksame Deckengestaltung des Badeparadieses Schwarzwald in der ­extrem kurzen Bauphase möglich.
 
Die Anforderungen
Das 38-Millionen-Projekt des Friedrichs­hafener Architekten und Investors Josef Wund, das in einer Bauzeit von gerade einmal neun Monaten erbaut wurde, besteht aus einer gigantischen Stahlkonstruktion. Diese galt es mit einer schnellen, sauberen und vor allem ­optisch ansprechenden Deckenverkleidung zu gestalten, die zu ­einer Verbesserung der Raumakustik führt.
Da Spanndecken aus dem Hause Ciling alle diese Eigenschaften aufweisen und den Architekten der Wund-Gruppe aus früheren Objekten bekannt waren, ­boten sie sich als Lösung an. Dabei fiel die Wahl der Ausführung sehr schnell auf den Spanndeckenexperten Michael Hahn, der mit seiner Firma »Art Design Hahn« seit Jahren erfolgreich große Spanndeckenobjekte speziell im Bäderbereich abwickelt. Die extrem kurze Bauzeit, die bei diesem Objekt vorge­sehen war, aber die gleichzeitige Anforderung an höchste Qualität bei der Aus-führung konnte nur ein Profi auf diesem Gebiet meistern.

Die Gestaltungslösungen
Bei der Gestaltung der Decke gaben die Architekten aufwendige Formgebungen vor. Diese galt es nun in der Praxis mit gigantischen Konstruktionen umzusetzen. Bei der Deckenfläche im Bad­bereich mit zirka 1200 Quadratmetern setzte Michael Hahn auf Konstruktionen aus Holz, die als langer Bogen über der gesamten Fläche angeordnet wurden. Eine steile Aufkantung am Anschluss zur Glaskuppel rundete das Gesamt­konzept ab. Die Abhängehöhe des ­Bogens variiert zwischen 15 Zenti­metern und einem Meter.
Heute umrahmen zwei symmetrisch ­angeordnete, filigran ausgearbeitete Spanndeckenfelder die gigantische Glaskuppel, die den Blick auf die prachtvolle Schwarzwaldkulisse ermöglicht. Die einzelnen Felder haben eine Größe von 70 bis 90 Quadratmetern. Bei der Farbfindung setzten die Architekten auf ein glänzendes helles Blau, welches der ganzen Decke eine schwebende Leichtigkeit verleiht. An warmen Tagen öffnet sich das riesige Panoramadach und klare, frische Schwarzwaldluft weht durch die Urlaubsanlage.

Versteckte Akustikkissen
Da im gesamten Badebereich erhöhte Anforderungen an die Raumakustik ­gestellt wurden, verbauten Michael Hahn und sein Team von Art Design ­unter den Spanndecken schallabsorbierendes Material, das die Akustik verbessert. Diese so versteckten Akustikkissen ermöglichen eine ruhige und angenehme Atmosphäre.
Nicht nur im Bereich der Palmen­oase setzte man auf die Vorteile der Spanndecken, auch im Foyer sowie in den Duschräumen runden sie die ­Gestaltung harmonisch ab. Für den Eingangsbereich wurden weiße hochglänzende Ciling-Decken gewählt, die den Besucher bereits beim Betreten des ­Badeparadieses auf die architektonische Meisterleistung einstimmen. Aufgrund ihrer Helligkeit und des zusätzlichen Spiegeleffekts ­sorgen die Glanzdecken für eine ex­treme optische Höhe. Die Kombination der hochglänzenden Flächen mit klassischen regionalen ­Elementen, wie beispielsweise der Schwarzwälder Kuckucksuhr, verleiht dem Raum einen besonderen Charme.

Das Resümee
Im Bereich der ­Duschen wurden gezielt weiß-matte Spanndeckenfelder ein­gesetzt und mit seitlichen Halogenstrahlern angestrahlt. Deren Reflexionskraft von über 90 ­Prozent ermöglicht die gleichmäßige homogene Ausleuchtung der einzelnen Räume. Auch hier wurden moderne ­Elemente mit tradi­tionellen kombiniert, indem die Spanndecken von Holzdeckenfeldern umrahmt werden.
Durch die eingesetzten glänzenden und matten Spanndecken wurde eine ­moderne, freundliche und ausge­sprochen abwechslungsreiche Gestal-tung erreicht, die zu einem eindrucksvollen Erscheinungsbild beiträgt.

Abbildungen: Thines Fotografie                                                                              Ausgabe: 7-8/2012

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