Ausbau und Fassade - Lexikon - D
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Lexikon für Stuck, Putz, Trockenbau und Wärmedämmung

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Begriff Definition
Dämmputzträger

Spezieller Putzträger zur besseren Putzhaftung und Kohäsion der in größerer Putzdicke (bis zu 10 cm) aufgebrachten Wärmedämm-Putzsysteme. Die in Wellenform hergestellten Drahtgitter werden ab einer Putzdicke von 4 cm erforderlich und wie alle Putzträger mechanisch mit Abstandsdübeln am Putzgrund verankert.

Dämmschicht

Zu den Deckenauflagen gehörende Zwischenschicht, die als Konstruktionsbestandteil eines Estrichs auf Dämmschicht Aufgaben von Wärme-, Schall- oder Brandschutz übernehmen kann. Die Dämmschicht kann aus anorganischen oder organischen Dämmstoffen bestehen, die je nach Anforderungen spezifische Eigenschaften aufweisen müssen, unterschiedlichen Anwendungsgebieten zugeordnet sind und mit Fugenversatz im Verband verlegt werden müssen.

Dämmstoff

Für Estriche auf Dämmschicht geeignete Dämmstoffe werden mit der Abkürzung für das vorgesehene Anwendungsgebiet (Estriche DEO oder DES) gekennzeichnet.
Für Estriche geeignete Dämmstoffe werden in Platten- oder Mattenform eingebaut und müssen druckbelastbar, verformungsstabil, möglichst gering zusammendrückbar, einfach zu verarbeiten und mit möglichst geringer Wasseraufnahme ausgestattet sein.

Deckenauflage

Oberhalb der Rohdecke angeordnete Teile der Deckenkonstruktion. Dazu zählen Bodenbeläge und Estrichkonstruktionen mit Zwischenschichten (Ausgleics-, Dämm- und Abdeckschichten).

Diagonalarmierung

Spezielle Putzarmierung zur Verminderung des Rissrisikos durch Kerbrisse, die an den Ecken von Bauteilöffnungen (Fenster, Türen) auftreten.
Die Risse entstehen durch Kerbspannungen auf Grund unterschiedlicher Längenänderungen des Putzgrundes zwischen den Bereichen seitlich der Öffnungen einerseits sowie ober- und unterhalb der Öffnungen andererseits.

Dispersions-Silikatputz

Putzmörtel für Oberputze mit der Bindemittelbasis Kaliwasserglas sowie < 5% Anteilen an Kunstharzdispersionen als Stabilisatoren. Dispersions-Silikatputze erhärten chemisch durch Reaktion mit Kohlendioxid und Wasser. Durch Verkieselung mit einem kalk- oder quarzhaltigen Putzgrund erfolgt eine hervorragende Putzhaftung. Die Putze sind chemisch sehr beständig und besitzen eine hohe Festigkeit sowie hervorragende Wasserdampfdurchlässigkeit.

Druckfestigkeitsklasse (Estrich)

Einteilung von Estrichen entsprechend ihrer Mindestdruckfestigkeit nach DIN EN 13813. Estrichplatten werden durch Druckkräfte aus Nutzlasten beansprucht, insbesondere die ohne Bodenbelag direkt als Verschleißschicht beanspruchten Industrieestriche. Die Druckfestigkeitsklassen werden unterteilt von C5 bis C80 (in N/mm2) und bei der Kennzeichnung von Estrichmörteln kombiniert mit den Biegezugfestigkeitsklassen angegeben, z.B. CA - C20 - F4 oder CT - C50 - F6.

Druckfestigkeitsklasse (Putz)

Unterteilung der Putzmörtelarten nach DIN EN 998-1 in unterschiedliche Bereiche der Druckfestigkeiten.

Dünnlagenputz

Dünnlagenputze weisen Putzdicken von 2-6 mm auf.
Sie erfordern einen planebenen Putzgrund, z.B. aus Porenbeton-Plansteinmauerwerk, oder ebene Unterputze, da sie Unebenheiten nicht ausgleichen können.

Durchfeuchtung

Wenn mineralische oder organische Baustoffe auf Grund ihrer Porenstruktur größere Feuchtigkeitsmenge aufnehmen und speichern, ohne austrocknen zu können, so führt dies zu länger anhaltender Durchfeuchtung des Bauteils.

Dynamische Steifigkeit

Eigenschaft von für den Trittschallschutz verwendeten Dämmstoffen.Werden Bodenbelag und Estrichplatte einer Deckenkonstruktion durch Trittschall zu Schwingungen angeregt, so muss die Weiterleitung der Schallwellen an die Rohdecke durch zwischengeschaltete weich-federnd elastische Dämmstoffe (Estrich auf Dämmschicht) möglichst stark gedämpft werden.

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