Ausbau und Fassade - Lexikon - L
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Lexikon für Stuck, Putz, Trockenbau und Wärmedämmung

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Begriff Definition
Lehmputz

Mineralisch gebundene Putzart für Innenputze nach DIN 18550-2 mit Ton als Bindemittel.
Lehmputze erhärten durch Trocknung des Anmachwassers, sind auf Grund ihres hohen Mikroporengehaltes extrem wasserdampfdurchlässig und weisen eine hervorragende Aufnahme-, Speicher- und Trocknungsfähigkeit für Feuchtigkeit auf. Sie wirken daher auf hervorragende Weise raumklimaregulierend.

Leichtbeton-Bauplatte

Eine der Arten von Trockenbauplatten, die für Fertigteilestriche angewendet werden können.
Der Kern der rein mineralischenPlatten besteht aus zementgebundenen leichten Gesteinskörnungen (Blähton, Perlite) und ist beidseitig mit einer Armierung aus Glasfasergewebe versehen. Sie sind sehr stoß und biegefest, wasserabweisend, wasserfest mit geringem Schwindverhalten, unbrennbar (A1) und werden im Innen und Außenbereich als Putzträgerplatte, Untergrund für Fliesenbeläge oder für Estrichelemente verwendet.

Leichtputzmörtel (LW)

Putzmörtel nach DIN EN 998-1 mit niedrigeren Druckfestigkeitsklassen (CS I bis CS III) und einer auf Grund leichter Gesteinskörnungen niedrigen Trockenrohdichte von < 1300 kg/m³. Er wird als weicher, spannungsarmer Unterputz zum Verputzen wärmedämmender Putzgründe mit geringer Festigkeit verwendet. Seine Druckfestigkeit kann dabei an die des weicheren Putzgrundes angepasst werden, so dass die Regel des Festigkeitsgefälles eingehalten und das Risiko für Rissbildungen des Putzsystems verringert wird.

Luftkalk

Bindemittel für mineralische Putzmörtel nach DIN 18550.
Luftkalke gehören zu den Baukalken und werden aus Kalk- oder Dolomitstein durch Brennen und Löschen hergestellt. Das dadurch entstandene Kalkhydrat erhärtet durch Karbonatisation und benötigt dazu Kohlendioxid (CO2) aus der Luft sowie H2O aus dem Anmachwasser, wobei aber zusätzlich auch höhere Luftfeuchtigkeit förderlich ist.

Luftkalkputz

Putzmörtel nach DIN EN 13914 und DIN 18550 mit Luftkalk als Bindemittel.
Luftkalkputze sind sehr geschmeidig und angenehm zu verarbeiten, erhärten nur langsam durch Karbonatisation, schwinden stark, weisen eine sehr hohe Wasserdampfdurchlässigkeit, sehr geringe Druckfestigkeit und Säurebeständigkeit auf.

Luftschallschutz

Schutzmaßnahmen gegen die Übertragung von Luftschall.
Bei massiven einschaligen Wänden oder Decken bewirkt eine hohe flächenbezogene Masse hohen Luftschallschutz. Sind die Anforderungen nicht erfüllbar, so müssen durch Vorsatzschalen, Unterdecken oder Estriche auf Dämmschicht mehrschalige Konstruktionen mit biegeweichen äußeren Schalen ausgeführt werden. Zwischen diesen und dem Rohbauteil sind schallschluckende Dämmstoffe angeordnet, durch die die Schallübertragung abgemindert wird.

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