Ausbau und Fassade - Lexikon - P
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Lexikon für Stuck, Putz, Trockenbau und Wärmedämmung

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Begriff Definition
Putzlage

Der Putzmörtel wird in einem oder mehreren Arbeitsgängen (Putzschichten) aufgetragen. Vor dem Auftragen einer weiteren Putzlage, die aus einem anderen Material bestehen kann, sind Standzeiten bis zur vollständigen Erhärtung und Austrocknung einzuhalten.
Bei mehrlagigen Putzsystemen zählen zu den Putzlagen Ausgleichs-, Unter-, Armierungs-und Oberputz, der zur Putzgrundvorbehandlung zählende Spritzbewurf jedoch nicht.

Putzmörtel

Mörtel nach DIN 998-1, DIN EN 13914/ DIN 18550 zum Verputzen eines Gebäudebauteils.
Putzmörtel können aus anorganischen oder organischen Bindemitteln, Anmachwasser bzw. Löse- und Verdünnungsmitteln, Gesteinskörnungen, Zusatzmitteln und Zusatzstoffen bestehen. Da es sich um einen künstlich hergestellten Baustoff mit der Möglichkeit unterschiedlicher Zusammensetzung handelt, lassen sich unterschiedliche Eigenschaften und damit auch unterschiedliche Verwendungsmöglichkeiten planen.

Putzprofile

Putzprofile dienen zur einfacheren Herstellung präziserer Putzflächen und können für vielfältige Aufgabenstellungen eingesetzt werden. Man unterscheidet Putzabschluss-, Kanten-, Sockel-, Dehnfugenprofile und Putzlehren aus Stahlblech, Edelstahl, Aluminium oder Kunststoff.

Putzschäden

Veränderungen oder Zerstörung von Gefügestruktur, Putzhaftung oder Optik des Putzsystems oder einer Putzlage, sodass ihre ursprüngliche Funktion nicht mehr erfüllt werden kann. Dann ist eine Renovierung nicht mehr ausreichend, sondern es muss eine Sanierung oder sogar Modernisierung durchgeführt werden.

Putzschicht

Der Putzmörtel wird in einem oder mehreren Arbeitsgängen mit demselben Mörtelmaterial aufgetragen. Die folgende Putzschicht wird nach kurzer Wartezeit frisch-in-frisch aufgetragen. Im Gegensatz zu Putzlagen sind also keine Standzeiten zwischen den Schichten einzuhalten.

Putzsystem

Gesamtheit aller auf den Putzgrund aufgetragenen Putzlagen.
Das Putzsystem als Ganzes muss alle aus den jeweiligen Rahmenbedingungen resultierenden Anforderungen, die für das zu verputzende Bauteil gelten, erfüllen.

Putzträger

Flächenhafte tragfähige Elemente zur Verbesserung der dauerhaften Putzhaftung des Unterputzes.
Dies kann erforderlich werden auf kritischem Putzgrund, z.B. bei geringer Trag- oder Saugfähigkeit, Materialwechseln, Mischmauerwerk, Verformungen oder Rissbildung. Beim Überspannen von Aussparungen, Wandschlitzen oder Holzbauteilen ermöglichen Putzträger einen vom Untergrund unabhängigen Putz.

Putzweise

Art der Auftragstechnik oder Oberflächenbehandlung eines Putzes nach DIN EN 13914/
DIN 18550.
Die Art des Putzauftrags oder der Behandlung seiner Oberfläche haben sowohl technische Auswirkungen (Zusammensetzung des Putzmörtels, Witterungsschutz, Verschmutzung) als auch Auswirkungen auf das gestalterische Erscheinungsbild.

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