Ausbau und Fassade - Lexikon
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Lexikon für Stuck, Putz, Trockenbau und Wärmedämmung

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Begriff Definition
Rohrleitungen

Oberhalb der Rohdecke verlaufende haustechnische Leitungen müssen auf der Decke fixiert sein und innerhalb einer Trockenschüttung oder eines Ausgleichsestrichs angeordnet sein. Sie dürfen keinesfalls innerhalb einer Dämmschicht eines Estrichs auf Dämmschicht verlaufen, da dieser dann die Funktionen von Schalldämmung bzw. Wärmedämmung nicht oder nur unzureichend wahrnehmen kann.

Sanierputzmörtel (R)

Eignungsprüfungsmörtel als Unterputz eines Putzsystems nach DIN EN 998-1 zum Verputzen feuchter, mit bauschädlichen Salzen belasteter Putzgründe.

Sanierung

Instandsetzungsmaßnahme mit dem Ziel der Beseitigung von Schäden und Wiederherstellung des ursprünglichen Zustands, sodass die Aufgabenstellungen von Putzsystem, Bauteil- und Gebäudekonstruktion wieder erfüllt werden können.

Schallbrücke

Stellen, an denen durch fehlende Trennung von Bauteilen mittels einer schallschluckenden Dämmschicht eine Schallübertragung stattfindet und somit die Wirkung geplanter Schallschutzmaßnahmen stark herabgemindert wird.

Schalldämmung

Im Gegensatz zur Schalldämpfung innerhalb desselben Raumes betrifft die Schalldämmung Maßnahmen an Bauteilen, die zwei Räume voneinander trennen oder diese flankieren. Hierbei soll an Wänden und Decken die Schallübertragung durch die Bauteile hindurch vermindert und damit ein niedriger Schallpegel in den angrenzenden Räumen erzielt werden.

Schalldämpfung

Im Gegensatz zur Schalldämmung dient die Schalldämpfung zur Regelung der Raumakustik. Im selben Raum, in dem sich die Schallquelle befindet, können durch Maßnahmen der Schallschluckung oder -lenkung die Schallausbreitung und der Schallpegel gesteuert und so Sprachverständlichkeit und Musikqualität verbessert werden (Konzertsaal, Seminarraum).

Schallschutz

Maßnahmen der Schalldämmung gegen die Übertragung von Schallwellen durch ein Bauteil sowie die flankierenden Bauteile in benachbarte Räume. Dabei unterscheidet man zwischen Luftschallschutz und Körper- bzw. Trittschallschutz, wobei dadurch immer der Schallpegel im zu schützenden Raum vermindert werden soll.

Scheinfuge

Bewegungsfugen, die das Schwindverhalten der Estrichplatte bei Erhärtung und Trocknung als Sollbruchstelle für eine kontrollierte Rissbildung aufnehmen sollen („Schwindfugen“).

Schlagregenschutz

Aufgabenstellung von Anstrich- oder Putzsystemen zum Wetterschutz von Außenbauteilen.
Je nach Intensität der Schlagregenbelastung, die von der geografischen Lage (Schlagregenbeanspruchungsgruppe I-III) und dem örtlichen Kleinklima abhängig ist, werden unterschiedlich hohe Anforderungen an die Wasseraufnahme von Oberflächen von Außenbauteilen gestellt.

Schlussanstrich

Anstrichtechnische Beschichtung eines Oberputzes mit der Aufgabe des Wetterschutzes und der Bauteilgestaltung durch Farbgebung und Struktur.
Die zur Erfüllung ihrer Aufgaben erforderlichen wichtigsten Eigenschaften sind Haftverbund, Trocknung, Festigkeit, Elastizität, Wasseraufnahme, Wasserdampfdurchlässigkeit, Deckfähigkeit, Beständigkeit.

Schrenzlage

Besondere Art einer diffusionsoffenen Abdeckschicht innerhalb einer Estrichkonstruktion, z.B. aus beschichtetem Natron-Kraftpapier oder Ölpapier.

Schutzestrich

Eine nach der Art der Aufgabenstellung bezeichnete Estrichart.
Schutzestriche werden angeordnet über Materialschichten in Deckenauflagen, die sofort nach Fertigstellung vor Beschädigungen geschützt werden müssen, wie z.B. Abdichtungen von Bodenplatten, Flachdächern oder Balkonen.

Schwimmender Estrich (S)

Bezeichnung für eine Estrichkonstruktion, die durch den Begriff Estrich auf Dämmschicht ersetzt wurde.

Schwindverhalten (Estrich)

Volumenverringerung mineralischer oder organischer Baustoffe auf Grund von chemischen Erhärtungs- oder physikalischen Trocknungsvorgängen.

Schwindverhalten (Putz)

Volumenverringerung mineralischer oder organischer Baustoffe wie z.B. Putzmörtel während ihrer Erhärtung (Karbonatisation, Hydratation, Trocknung) oder auf Grund des Quell- und Schwindverhaltens bei wechselndem Feuchtigkeitsgehalt (Holz!). Die dabei entstehenden Zugspannungen können in nicht ausreichend zugfesten Baustoffen zu Rissbildungen, bei unzureichendem Haftverbund zum Untergrund zu Abplatzungen führen.

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