Tätigkeit und Ausbildung – das Berufsbild in der Übersicht

Stuckateur_02 Stuckateurmeister

Der Stuckateur von heute muss vieles können. Seine Tätigkeit ist eine wichtige Schnittstelle im Baugeschehen. Er veredelt den Rohbau und sorgt für die Nutzbarkeit und Wohnlichkeit. Seine Aufgaben sind vielgestaltig:

Der Umgang mit den Materialien wie Putze für Innen und Außen, Dämmstoffen, Farben und Platten und das Bedienen von Maschinen erfordern handwerkliches Geschick und technisches Verständnis. Wärmeschutz, Feuchteschutz, Schallschutz und Raumakustik verlangen bauphysikalische Kenntnisse. Der Stuckateur ist auch ein Gestalter und Künstler, der mit Kreativität und Stilgefühl überzeugt. Ein Meister sollte in diesen Feldern kompetent sein. Zusätzlich sollte er seine Mitarbeiter führen und Kunden bedienen können.

 

Damit ist der Stuckateurmeister ein Beruf, in der ein hohes Maß an Selbstverwirklichung und bei sich die unterschiedlichsten Talente ausgelebt werden können.

Wie wird man Stuckateurmeister?

Ein Stuckateurmeister ist ein höherer Berufsabschluss, der über eine Prüfung erlangt wird. Wie bei allen Handwerksberufen basiert der Meistertitel im Stuckateurhandwerk auf die Qualifikation in drei Bereichen.
In seinem Fachgebiet hat der Stuckateurmeister bestimmte Fertigkeiten und Kenntnisse vorzuweisen:
Er ist im wahrsten Sinne „Meister seines Faches“. Zudem darf er Lehrlinge in seinem Unternehmen ausbilden und sorgt so für die Weitergabe von Know-how an den Nachwuchs. Menschenführung und pädagogisches Geschick sind gefordert. Hinzu kommt noch die betriebswirtschaftliche Qualifikation, die ihm ermöglicht, einen Stuckateurbetrieb wirtschaftlich zu führen oder in leitender Funktion tätig zu sein. Davon abgesehen setzt die Handwerksordnung formal den Titel Stuckateurmeister voraus, um einen Betrieb zu führen.
In der entsprechenden Verordnung ist das Berufsbild so formuliert: „Durch die Meisterprüfung im Stuckateur-Handwerk wird festgestellt, dass der Prüfling befähigt ist, einen Handwerksbetrieb selbständig zu führen, Leitungsaufgaben in den Bereichen Technik, Betriebswirtschaft, Personalführung und -entwicklung wahrzunehmen, die Ausbildung durchzuführen und seine berufliche Handlungskompetenz selbständig umzusetzen und an neue Bedarfslagen und Entwicklungen in diesen Bereichen anzupassen.“ Quelle: http://www.gesetze-im-internet.de/bundesrecht/stuckmstrv/gesamt.pdf

Meisterschule

Um Stuckateurmeister zu werden, muss man einen Vorbereitungslehrgang an einer Meisterschule besuchen und eine Meisterprüfung im Stuckateurhandwerk vor der entsprechenden Handwerkskammer ablegen. Die Meisterschulen, die Vorbereitungslehrgänge anbieten, sind unten aufgelistet. Die Mehrheit der Meisterschulen im Stuckateurhandwerk befindet sich in Bayern, Baden-Württemberg oder Nordrhein-Westfalen. Zulassungsvoraussetzung ist in der Regel ein Gesellenbrief/eine abgeschlossene Berufsausbildung im Stuckateurhandwerk. Heute kann man sich direkt nach der bestandenen Gesellenprüfung zum Meisterkurs anmelden. Alternativ kann an einigen Schulen stattdessen eine mehrjährige praktische Tätigkeit in einem anerkannten Ausbildungsberuf nachgewiesen werden. Ohne eine anerkannte Berufsausbildung muss man neben einer abgeschlossenen Berufsausbildung eine mehrjährige Berufspraxis im betreffenden Handwerk vorweisen können.
Die Vorbereitungslehrgänge können in Teilzeit- oder Vollzeit besucht werden. Sie gliedern sich in zwei Stufen: in einen praktischen Hauptteil, der vor allem der Herstellung des Meisterprüfungsprojektes dient. Im zweiten Teil geht es um die Fachtheorie wie Technik und Gestaltung, Auftragsabwicklung sowie Betriebsführung und Betriebsorganisation. Informationen sind meist über die Handwerkskammern erhältlich.

Stuckateur_03 Stuckateurmeister

Während die beiden Teile I + II sich je nach Beruf unterschieden, sind die Teil III und IV unabhängig vom jeweiligen Fach. Die Kurse der Vorbereitungsfortbildungen in der Übersicht:

Teil I: Fachpraktische Inhalte
Teil II: Fachtheoretische Inhalte
Teil III: betriebswirtschaftliche, kaufmännische und rechtliche Inhalte
Teil IV: berufs- und arbeitspädagogische Inhalte

Es gibt keine verbindliche Regelung, in welcher Reihenfolge die Teile zu absolvieren sind. Jeder Kurs schließt mit einer Prüfung ab.

Die Gebühren, die zu den Kursgebühren hinzukommen, fallen recht unterschiedlich aus: für Lehrmittel, Arbeitsmaterialien, Kosten für die Anfertigung des Meisterstückes sowie Prüfungsgebühren. Diese „Nebenkosten“ können sich dabei auf einen dreistelligen Betrag summieren. Zur finanziellen Unterstützung kann ein Meister-BAföG beantragt werden. Weitere Informationen sind über die lokalen Ämter für Ausbildungsförderung erhältlich (www.aufstiegs-bafoeg.de). Im Falle von drohender Arbeitslosigkeit kann gegebenenfalls auch eine Unterstützung durch die Arbeitsagentur in Frage kommen. Manche Handwerkskammern vergeben auch Stipendien für besonders herausragende Leistungen im Rahmen der Gesellen- und Abschlussprüfung.

Es gibt noch weitere Karrierechancen im Handwerk: Der Ausbau-Manager am Kompetenzzentrum für Ausbau und Fassade in Rutesheim kombiniert handwerkliche Praxis und Unternehmens-Management. Voraussetzung ist Abitur/Fachabitur oder ein vergleichbarer Abschluss. Infos unter: www.ausbau-manager.de

Im bbz Arnsberg wird im Bereich Bau eine Kombination von dualer Ausbildung und FH Studium angeboten, die Jugendlichen mit Hochschulreife oder einer zum Studium berechtigenden Berufsausbildung neue Karrierewege bietet. Inhaltliche Schwerpunkte sind dabei der wirtschaftlich und ökologisch sinnvolle Einsatz von Energie-und Gebäudetechniken beim Neubau oder bei der Sanierung von Gebäuden. Das Studium schließt mit dem Bachelor of Engineering (B. Eng.) ab. Infos unter: www.bbz-arnsberg.de 

Übersicht über die Meisterschulen für Stuckateure in Deutschland ganz unten.

Was macht ein Stuckateur?

In seinen Haupttätigkeiten unterscheidet sich der Stuckateur von anderen Handwerksberufen, wobei es hier auch Überschneidungen zu anderen Berufen gibt.

Stuckateur_01 Stuckateurmeister

Die Berufsbezeichnung ist von „Stuck“ abgeleitet, der wiederum aus dem italienischen „stucco“ herrührt. Gemeint damit ist die plastische Gestaltung von Ausformung von Mörteln aller Art und bezieht sich auf das Verputzen von Wänden, Gewölben und Decken. Dies umfasst auch die Herstellung und Restaurierung von Stuck, wie wir ihn von Barockkirchen oder Schlössern her kennen. Das Tätigkeitsfeld des Stuckateurs beinhaltet aber wesentlich mehr. So zählt das „Technische Handbuch Stuck, Putz, Trockenbau, Wärmedämmung“ von 2010 acht Tätigkeiten auf:

  1. Putz, dazu gehören alle Außen- und Innenputze, Sanierungen, Feuchteschutz, Schimmelpilzsanierung
  2. Trockenbau mit Gipsplatten und Leichtbaustoffen für Wände, Decken, zum Beispiel für den Brand-, Schall-, Feuchte- und Wärmeschutzkonstruktionen sowie Raumakustik
  3. Wärmedämmung, zum Beispiel mit Wärmedämm-Verbundsystemen
  4. Beschichtung und Farbgebung, Raum- und Fassadengestaltung.
  5. Stuck und andere Arten der Gestaltung
  6. Gerüstbau
  7. Estriche wie Fließestriche oder Trockenunterböden
  8. Betoninstandsetzung


Was verdient ein Stuckateur?

Die Ausbildungsvergütungen für Auszubildende im Stuckateurhandwerk sind wie folgt festgelegt:

      1. Ausbildungsjahr 755 Euro (West) und 675 Euro (Ost)
      2. Ausbildungsjahr 1.115 Euro (West) und 895 Euro (Ost)
      3. Ausbildungsjahr 1400 Euro (West) und 1.120 Euro (Ost)

Der Tariflohn für einen Stuckateurgesellen beträgt seit dem 1. Mai 2016 im Gebiet der alten Bundesländer 19,70 Euro und im Gebiet der neuen Bundesländer 18,31 Euro und wird zum 1. Mai 2017 auf 20,14 Euro/18,74 Euro erhöht (gewerbliche Arbeitnehmer/-innen mit Bauzuschlag - Lohngruppe 4).

Der Lohn für einen angestellten Stuckateurmeister liegt entsprechend darüber – die Bezahlung hängt von verschiedenen Faktoren ab, wie zum Beispiel Verantwortung, Berufserfahrung, selbständiges Arbeiten, Dispositions- und Weisungsbefugnis. Auch die Größe eines Unternehmens kann hier eine Rolle spielen.

Nach einer Studie des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung zeigt, dass der Meisterabschluss allgemein vor der Arbeitslosigkeit vorbeugt. Die Erwerbslosenquote für Meisterabsolventen liegt nämlich nur bei 2 Prozent, das ist ein besserer Wert als bei akademisch Qualifizierten (2,5 Prozent Erwerbslosenquote).


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Meisterschulen für Stuckateure in Deutschland – Übersicht
(geordnet nach Bundesland, anschließend nach Postleitzahlen)

Baden-Württemberg

SBF Seminar Berufliche Fortbildung e.V. Heidelberg
Wieblinger Weg 24/7
69115 Heidelberg
Tel. 06221/ 2 85 65
www.sbf-heidelberg.de

Angebot: Teil II
Unterrichtsform: Teilzeit - berufsbegleitend
Kosten und Kursdauer: Unterrichtseinheiten: 3650 Euro
Nächster Kursbeginn: auf Anfrage

Bundesfachschule (Meisterschule) für Stuckateure an der Johann-Jakob-Widmann-Schule
Sichererstraße 17
74076 Heilbronn
Tel. 07131/ 56 24 56
www.meisterschule-stuckateure.de

Angebot: Teile I - IV (es können auch nur einzelne Teile belegt werden, z.B. Teile I und II)
Unterrichtsform: Vollzeit von Mitte September bis Ende Juli
Kosten und Kursdauer: Schulgebühr: 350 Euro pro Semester, somit insg. 700 Euro für alle vier Teile zusammen, Lehrmittel: ca. 210 Euro, Prüfungsgebühren: 1320 Euro
Sonstiges: kein Internat, aber verschiedene Wohnungsangebote in Heilbronn +
Nächster Kursbeginn: 11.09.2017 (entsprechend den Schultagen des Landes Baden-Württemberg)

Berufsförderungswerk des baden-württembergischen Stuckateurhandwerks mbH
Fockentalweg 8
71229 Leonberg
Tel. 07152/ 2 33 07
www.ueba-stuckateur.de

Angebot: Teile I + II
Unterrichtsform: Vollzeit
Kosten und Kursdauer: Unterrichtseinheiten: 2980 Euro, Prüfungsgebühren: k.A.
Sonstiges: Übernachtungsmöglichkeiten werden angeboten
Nächster Kursbeginn: September 2017

Bildungsakademie Rottweil der HWK Konstanz
Steinhauserstr. 18
78628 Rottweil
Tel. 0741/ 53 37-0

Tel. Meisterberatung: 07731/ 83277-589
E-Mail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!
www.bildungsakademie.de

Angebot: Teile I + II
Unterrichtsform: Vollzeit
Kosten und Kursdauer: Unterrichtseinheiten: 5.650 Euro / 950 UE
Lehrmittel: ca. 430 Euro
Prüfungsgebühren: 575 Euro zzgl. Prüfungskosten Teil I (Meisterstück)
Nächster Kursbeginn: 09.10.2017 bis 18.04.2018

Bayern

Handwerkskammer für Mittelfranken
Sulzbacher Str. 11/15
90489 Nürnberg
Tel. 0911/ 53 09-258
www.hwk-mittelfranken.de

Angebot: Teil I
Unterrichtsform: Vollzeit
Kosten und Kursdauer: Unterrichtseinheiten: ca. 334 Unterrichtseinheiten, Lehrmittel: 130 Euro,
Prüfungsgebühren: 260 Euro
Sonstiges: Internat möglich
Nächster Kursbeginn: Januar 2017 (Durchführung jährlich)

Angebot: Teil II
Unterrichtsform: Teilzeit
Kosten und Kursdauer: Unterrichtseinheiten: ca. 539 Unterrichtseinheiten, Lehrmittel: k. A., Prüfungsgebühren: 230 Euro
Sonstiges: Internat möglich
Nächster Kursbeginn: Herbst 2017 (Durchführung jährlich)

Brandenburg

Handwerkskammer Cottbus
Akademie des Handwerks
Altmarkt 17
03046 Cottbus
Telefon 0355 - 7835132
Telefax 0355 - 7835286
Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!
http://www.hwk-cottbus.de

Angebot: Teile I + II
Unterrichtsform: Kombinationslehrgang mit Teilzeit- und Vollzeitphasen
Kosten und Kursdauer:  420 Stunden (zuzüglich Selbstlernphasen), 4.090,00 Euro (zuzüglich Prüfungsgebühren der prüfenden Stelle)

Nordrhein-Westfalen

Handwerkskammer Bildungszentrum Münster
Echelmeyerstr. 1-2
48163 Münster
Tel. 0251/ 705-0
www.hbz-bildung.de

Angebot: Teile I + II
Unterrichtsform: Teilzeit
Kosten und Kursdauer: 5.100,00 Euro, Unterrichtseinheiten: 780 Unterrichtsstunden, Lehrmittel: 200 Euro, Prüfungsgebühren: 1.100,00 Euro
Nächster Kursbeginn: 20.10.2017

Handwerkskammer zu Köln
Heumarkt 12
50667 Köln
Tel. 0221/ 20 22-0
www.handwerkskammer-koeln.de

Angebot: Teil I + II
Unterrichtsform: Teilzeit - Unterrichtstage und -zeiten: Dienstag 18.00 Uhr bis 21.00 Uhr, Freitag 17.00 Uhr bis 21.00 Uhr, Samstag 08.00 Uhr bis 14.00 Uhr
Kosten und Kursdauer: Unterrichtseinheiten: 3.740,- Euro, Prüfungsgebühren: 680,- Euro, Unterrichtsstunden: 725, davon 100 Std. praktische Ausbildung
Nächster Kursbeginn: geplant 14.02.2016 bis 15.06.2018, abhängig von Anmeldezahl

Handwerkskammer Aachen
Berufsbildungs- und Gewerbeförderungszentrum Simmerath
Kranzbruchstr. 10
52152 Simmerath
Tel. 02473/ 605-0
www.hwk-aachen.de

Angebot: Teile I + II (Vorbereitungslehrgänge auf die Teile III und IV der Meisterprüfung wird ebenfalls angeboten)
Unterrichtsform: Vollzeit
Kosten: 6.650,00 Euro
Nächster Kursbeginn: 09.10.2017

Berufsbildungszentrum der Handwerkskammer Südwestfalen
Altes Feld 20
59821 Arnsberg
Tel.: 02931877306
www.bbz-arnsberg.de

Angebot: Teile I + II, 825 Unterrichtsstunden
Unterrichtsform: Vollzeit:
Kosten und Kursdauer: Lehrgangsentgelt 4751 EUR, Literatur und Material ca.: 425 EUR, Prüfungsgebühr 575 EUR zuzgl. 430 Werkstatt- und Materialkosten
Nächster Termin: 16.10.2017 – 06.04.2018 (Änderungen vorbehalten)

Saarland

Handwerkskammer des Saarlandes
Hohenzollernstr. 47
66117 Saarbrücken
Frau Karin Hussung
Tel. 0681/ 58 09-131
Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!
www.hwk-saarland.de

Angebot: Teil II
Unterrichtsform: Teilzeit
Kosten: Lehrgangsgebühren: 2.310,00 €
Prüfungsgebühren: 200 Euro
Nächster Kursbeginn: 15.11.2016

Angebot: Teil I
Unterrichtsform: Vollzeit, Block
Kosten: Lehrgangsgebühren: 726,00 €
Prüfungsgebühren: 350,00 €
Nächster Kursbeginn: ca. März 1018 (Anschluss an Teil II)

Zurzeit keine Vorbereitungskurse geplant:

Berufsförderungwerk der Fachgemeinschaft Bau
Berlin und Brandenburg
Gemeinnützige GmbH
Belßstraße 12, 12277 Berlin
Telefon: 030-72389723, Fax: 030-7226003

Handwerkskammer Düsseldorf, Akademie
Georg-Schulhoff-Platz 1
40221 Düsseldorf
Tel. 0211/ 87 95-423
www.hwk-duesseldorf.de

Handwerkskammer Mannheim
Rhein-Neckar-Odenwald
B1, 1-2
68159 Mannheim
Tel.: 0621 18002-143
Fax: 0621 18002-144

Berufsförderungswerk der Fachgemeinschaft Bau Berlin und Brandenburg
Gemeinnützige GmbH
Belßstraße 12, 12277 Berlin
Telefon: 030-72389723
Fax: 030-7226003
E-Mail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

Anmerkung: Die Kosten können sich aktuell von diesen Angaben unterscheiden. Bei den Kosten der Lehrmittel sind teilweise auch Materialkosten miteingerechnet. Angaben ohne Gewähr.

Deutsche Meisterschaften

Jährlich wird der Leistungswettbewerb des Deutschen Handwerks jeweils in den verschiedenen Berufssparten ausgetragen – unter anderem auch im Stuckateurhandwerk. Seit 2009 hat sich für den Wettbewerb auf Bundesebene der Begriff der Deutschen Meisterschaft eingebürgert. Der Sieger gilt als Deutscher Meister (nicht zu verwechseln mit dem Titel eines Handwerksmeisters).

Der Leistungswettbewerb basiert auf dem Wettkampfprinzip und ist so mit den Meisterschaften im Sport zu vergleichen. Teilnehmer sind die Gesellen, die im laufendem Jahr ihre Ausbildung abgeschlossen und besondere Leistungen gezeigt haben. Der Leistungswettbewerb wird in vier Stufen durchgeführt: auf Innungs-, Kammer-, Landes- und Bundesebene. Der Innungssieger wird von dem Gesellenprüfungsausschuss der Innung aufgrund der Ergebnisse der durchgeführten Gesellenprüfung festgestellt und hat die Möglichkeit, sich in regelrechten Wettkämpfen zu beweisen. Zuletzt treten die Landessieger auf Bundesebene gegeneinander an. Bundessieger wird, wer im Wettbewerb die meisten Punkte bekommt (Voraussetzung: mindestens 81 Punkte). Eine Jury aus Fachleuten und Ausbildern entscheidet.

Der Zentralverband des Deutschen Baugewerbes (ZDB) als Verantwortlicher für den Leistungswettbewerb in den bauhandwerklichen Berufen auf Bundesebene, führt den Wettbewerb jährlich in den Berufen Beton- und Stahlbetonbauer, Betonstein- und Terrazzohersteller, Brunnenbauer, Estrichleger, Fliesen-, Platten- und Mosaikleger, Maurer, Straßenbauer, Stuckateur, Wärme-, Kälte- und Schallschutzisolierer sowie Zimmerer durch.

Im Folgenden die Ergebnisse des Leistungswettbewerb im Stuckateurhandwerk in den letzten Jahren in zeitlich absteigender Reihenfolge:

2016: Deutsche Meisterschaft der Stuckateure, 65. Bundesleistungswettbewerb

  1. Platz: Ahmad Tawana aus Brühl (Nordrhein-Westfalen)
  2. Platz: Alexander Schmidt aus Adelshofen (Bayern)
  3. Platz: Mike-Peter Hoff aus Saarbrücken (Saarland)

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2015: Deutsche Meisterschaft, 64. Bundesleistungswettbewerb

  1. Platz: Niklas Grobert aus Bad Säckingen (Baden-Württemberg).
  2. Platz: Jan-Kevin Reitsch aus Pulheim (Nordrhein-Westfalen)
  3. Platz: René Klüber aus Künzell (Hessen)

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2014: Deutsche Meisterschaft, 63. Bundesleistungswettbewerb

  1. Platz: Tizian Tüchert aus Kleines Wiesental-Sallneck (Baden-Württemberg)
  2. Platz: Andre Balzter aus Eichenzell (Hessen).
  3. Platz: Pascal Böhm aus Neuwied (Rheinland-Pfalz)

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2013: Deutsche Meisterschaft, 62. Bundesleistungswettbewerb

  1. Platz: Marc Armbrüster aus Baienfurt (Baden-Württemberg).
  2. Platz: Robin Scherer aus Burgbernheim (Bayern).
  3. Platz: Alexander Borelbach aus Orsfeld (Rheinland-Pfalz).

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2012: Deutsche Meisterschaft, 61. Bundesleistungswettbewerb

  1. Platz: Oliver Kleinmann aus Longkamp in Rheinland-Pfalz
  2. Platz: Timo Müller aus Reutlingen (Baden-Württemberg)
  3. Platz: an Maximilian Petter aus Pulheim (Nordrhein-Westfalen)

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2011: Deutsche Meisterschaft, 60. Bundesleistungswettbewerb

  1. Platz: Matthias Kästle aus Albstadt (Baden-Württemberg)
  2. Platz: Jonathan Stirnweiß aus Münchsteinach (Bayern)
  3. Platz: Becker (19) aus Marpingen (Saarland).

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2010: Deutsche Meisterschaft, 59. Bundesleistungswettbewerb

  1. Platz: Kadir Uzunsakaloglu aus Ammerbuch (Baden-Württemberg)
  2. Platz: Maximilian Meier aus Feucht (Bayern)
  3. Platz: Andreas Müller aus Freisen (Saarland).

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2009: Deutsche Meisterschaft, 58. Bundesleistungswettbewerb

  1. Platz: Frank Klughardt aus Postbauer-Heng (Bayern)
  2. Platz: Waldemar Romaker aus Mönchengladbach (Nordrhein-Westfalen)
  3. Platz: Dominik Gümbel aus Schöntal (Baden-Württemberg)

2008: 57. Leistungswettbewerb

  1. Platz: Armin Hummel, Fa. Jürgen Hofele (Baden-Württemberg)
  2. Platz: Lars Hoffelder, Fröhlich Stuckateurbetrieb (Rheinland-Pfalz)
  3. Platz: David Banze, Siebert Putz- und Stuckgeschäft (Hessen)

Autoren: Paul Dolt, Martina Noltemeier

Fotos: ZDB